Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Schwandorf

Chronik von 1865 bis 1963

1865

Donnerstag, 10. August, Gründung der Feuerschützengesellschaft Schwandorf im Gasthof Kloster mit dem 1. Schützenmeister Herr Dr. Kiener. Im Klostergarten des ehemaligen Kapuzinerklosters wird der Scheibenschießstand errichtet, der im Kriegsjahr 1866 noch regen Schießbetrieb erlebt.

1868

Die Feuerschützengesellschaft erhält Rechtspersönlichkeit auf Grund der Allgemeinen Schützenordnung für das Königreich Bayern vom 25. August 1868 (Reg. Bl. Sp. 1729), da sie diese bis heute gültige "Bairische Schützenordnung" anerkennt. Die Feuerschützengesellschaft ist damit königlich privilegiert.

1871

Aufgrund des Krieges 1870/71 erlahmen die Aktivitäten der Feuerschützen, so dass das 11. Vortelschießen am 2. Juli mangels Interesse ausfällt. Zum Endschießen am 19. August 1872 versammeln sich wenigstens 10 Schützen.

1877

Ein Schützenkomitee unter Führung des Notars Brunner erweckt die Feuerschützengesellschaft wieder zum Leben. Die Wahl der Schützenmeister fällt auf die Herren Brunner, Ginker und Binder. Die FSG tritt dem "Bayerischen Schützenverband" bei. Bei dem VI. Bayerischen Bundesschützenfest zu Erlangen vom 5. ? 11. August gewinnt Rudolf Rammensee auf Scheibe Bamberg.

1882

Am 3. Mai wird die neue Schießstätte der Feuerschützen oberhalb des Sommerkellers in Fronberg feierlich durch die Schützenmeister Brunner, Binder und Anderl eröffnet. Letzterer erringt beim Oktoberfestschießen einen 1. und 2. Preis; er ist außerdem beim VIII. mitteldeutschen Bundesschießen 1883 in Dresden erfolgreich.

1886

Durch Versetzung bzw. Wegzug der beiden Schützenmeister Brunner und Binder erleidet die Feuerschützengesellschaft einen herben Verlust. Die neuen Schützenmeister sind die Herren Anderl, Rudolf Rammensee und Besse.

1887

Die Feuerschützengesellschaft gestaltet die Kaiser-Wilhelm-Feier am 21. März mit und veranstaltet das Festschießen zum 70. Geburtstag Herzog Adolfs von Nassau in Fronberg am 23./24. Juli. Das 1. große Schützenfest in Schwandorf mit auswärtigen Teilnehmer, veranstaltet von den Feuerschützen, findet ein Jahr später vom 10. - 12. Juni statt. Dabei wird die Idee, einen Provinzial-Schützenverband zu gründen, angesprochen.

1889

Im Gasthaus "Zur Gans" (jetzt Schmidt-Bräu) gründen am 22. April neunzehn Gesellschaften den "Oberpfälzischen Schützenverband" ? später OSB. Bei dem 1. Oberpfälzer Bundesschießen vom 10. - 15. August 1890 nehmen die Schwandorfer Schützen mit Erfolg teil.

1894

Wegen interner Reibereien treten einige unzufriedene Mitglieder der Feuerschützen aus der Gesellschaft aus und gründen die "Freischützen".

1896

Am 4. Februar wird die Schießstätte in Fronberg durch Graf von Drechsel gekündigt und an die neu gegründete FSG Fronberg übergeben. Die Generalversammlung der Feuerschützengesellschaft beschließt den Bau einer neuen Schießanlage. Beim 4. Oberpfälzischen Bundesschießen im Stadtamhof holen sich die Schwandorfer Schützen mehrere Preise.

1897

Enormer Mitgliederaufschwung bei den Feuerschützen: 36 aktive und 105 passive Mitglieder; bei den Neuwahlen wird Herr Bess 1. Schützenmeister und Herr Einhenkel 2. Schützenmeister. Vom 5. ? 8. September findet das Eröffnungsschießen auf der neuen Schießstätte statt. Das Haus ist ein Fachwerkbau, Ostseite 15 m Länge, Südseite 10m Länge; die Schussbahn verläuft von Nord/West Richtung Süd/Ost parallel zur Höhenstraße. Es gibt drei Räume: Schankraum 4,70 m x 3,50 m, Gastzimmer 10,30 m x 4,70 m und Schießstand 8,00 m x 4,70 m. Das Haus hatte ein Walmdach und war mit roten Dachziegeln eingedeckt. Bauunternehmer war Johann Merk, der Maurermeister Josef Urban. Bei einem 12-Stunden-Arbeitstag und 25 Pfennig Lohn je Stunde wird die Schießstätte in einer Bauzeit von 5 Monaten (März - Juli) fertiggestellt. Baukosten gesamt 4.906,00 M, davon 3.640,00 M für Josef Urban und 1.266,00 M für Johann Merk.

1898

Von 24. ? 28. Juli findet in Schwandorf das von den Feuerschützen organisierte 5. Oberpfälzer Bundesschießen statt

1899

Wegen schwerer Erkrankung tritt 1. Schützenmeister Besse zurück, Nachfolger Mahler übt das Amt nur wenige Monate aus. Bei der folgenden General- versammlung am 9. Juni 1900 wird Rdolf Rammensee 1. Schützenmeister.

1901

Unter dem 1. Schützenmeister der Feuerschützen Rudolf Rammensee werden im Frühjahr zwei große Festschießen und im August das Festschießen unter Teilnahme auswärtiger Schützen zum 80. Geburtstag des Prinzregenten Luitpold ausgerichtet. Auf der Schießstätte wird die Prinzregenteneiche gepflanzt.

1903

Am 14. März tritt Rammensee vom Amt des 1. Schützenmeisters zurück. Beim Hauptschießen der Feuerschützen mit Konzert vom 6. ? 8. September spielt die Musikkapelle des 13. Infanterieregiment aus Ingolstadt in Schwandorf. Im folgendem Jahr tritt die FSG dem Deutschen Schützenbund bei.

1908

Am 13. Juni begeht die Feuerschützengesellschaft das Fest der Fahnenweihe. Das Schützenmeisteramt bekleiden die Herren Haller und Seebauer

1909

Die Generalversammlung ist am 15. März, ein Preisschießen findet am 12. April statt. Ein Jahr später wird in Waldsassen das Bundesschießen 1912 an Schwandorf vergeben.

1912

Den unbestrittenen Höhepunkt der Vereinsgeschichte der Feuerschützengesellschaft stellt die Ausrichtung des 12. Oberpfälzer Bundesschießens vom 22. ? 30. Juni dar. Im Hinblick darauf wurde bereits im Februar die Geschäftsverteilung vorgenommen. Die technische Leitung übernimmt 2. Schützen- meister Furtwengler, als Kassier fungiert 1. Schützenmeister Söllner, Schriftführer wird Stadtbaumeister Engelhardt und Wirtschaftsführer wird Oberförster Scheibenbogen. Drei Musikkapellen nehmen teil, die Stadtkapelle Prechtl, die Kapelle des 2. Chevauxlegerregiments "Taxis" sowie die Kapelle des k. 6. Infanterieregiments. Auch die Liedertafel ist dabei, ein Volksfest findet zeitgleich statt. Die bisher nie erreichte Zahl von 410 Schützen krönt das großartige Fest. Die besten Platzierungen der Schwandorfer Teilnehmer erreichten die Schützen Scheibenbogen (2. Preis) und Seyer (3. Preis).

1914

Die Feuerschützen beteiligen sich am 7. Januar an der Geburtstagsfeier für König Ludwig III. Im Juni des gleichen Jahres nehmen die Feuerschützen am Jubiläums-Festschießen in Schwarzenfeld teil. Während des Weltkriegs 1914/18 gehen die Aktivitäten verständlicherweise zurück.

1918

Das Schwandorfer Tagblatt berichtet, dass am 30. Mai zu Fronleichnam bei der kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Schwandorf ein großes Wohltätigkeitskonzert "für unsere in der Gefangenschaft schmachtenden Krieger" stattfindet.

1919

Nach Kriegsende blüht das Schützenwesen in Schwandorf wieder auf. Am 15. April haben die Feuerschützen ihre Generalversammlung. "Es werden mit herzlichen Worten die Herren Schützenbrüder, die im Felde waren begrüßt. Mit ehrendem Nachruf gedachte man der lieben 5 Mitglieder, der Herren Hans Walter, Hans Loibl, Franz Bolte, Gust Ponather und Karl Dorfner, welche leider den Heldentod gefunden haben." Die Schützenmeister Josef Söllner und Georg Furtwengler werden in ihren Ämtern bestätigt. Wegen der geplanten Bebauung des Terrains links der Wackersdorfer Str. muss wahrscheinlich in absehbarer Zeit die Schießstätte verlegt werden. Eine Kommission zur Suche eines geeigneten Bauplatzes und zum Verkauf der jetzigen Schießstätte wurde gewählt.

1920

Das Tagblatt schreibt über die Generalversammlung vom 15. April:
Die zahlreich erschienenen Mitglieder wählten den 2. Schützenmeister Georg Furtwengler wieder, ebenso die Ausschussmitglieder Stadtbaumeister Engelhart (Schriftführer). Spenglermeister Eisenhart und Eisenbahnsekretär Hans Moritz. Die Wahl des Wirtschaftsführers stieß anfänglich auf Schwierigkeiten, weil zu dieser Arbeit sich niemand finden wollte. Nachdem aber auf Herrn Oberführer Nikolaus Schmid die Wahl einstimmig fiel und er selbst ein Freund des edlen und frischen Tropfens ist (aber nicht vom Dünnbier), konnte er sich nicht mehr weigern. Von der Explosionskommission gab es ein Abfindung, da die Schießstätte bekanntlich von der Lyddit-Explosion (Granatensprengstoff) am Aschermittwoch 1919 in einem Pulvermagazin an der Wackersdorfer Straße (spätere "Pulverloch") hart mitgenommen wurde. Die Gesellschaft zählt z. Zt. 4 Ehrenmitglieder, 48 aktive Schützen und 42 passive Mitglieder. Der Monatsbeitrag wurde von 80 Pfennig auf 1 Mark für Aktive und von 20 Pfennig auf 50 Pfennig erhöht.
Beim Oberpfälzer Bundesschießen vom 1. ? 8. August nehmen zahlreiche Schwandorfer Schützen teil. Am 3. Oktober findet in Schwandorf ein "Großes" Schnellfeuerschießen statt.

1922

Der bisherige 1. Schützenmeister Söllner kandidiert bei der Generalversammlung am 15. Januar nicht mehr. Für seine Verdienste wird er zum Ehrenschützenmeister ernannt. Neuwahlergebnis: 1. Schützenmeister Heinrich Engelhart und 2. Schützenmeister Georg Seebauer. Im Schwandorfer Tagblatt wird wegen wichtiger Besprechung eine außerordentliche Generalversammlung am 19. Mai auf der Schießstätte einberufen und am 21. Mai, Sonntag Nachmittag die Eröffnung der Schießstätte und des Wirtschaftsbetriebes verkündet. Zum 25-jährigen Jubiläum der Feuerschießstätte findet vom 15. - 18. Juni ein Schießen statt, das zusammen mit den Tell-Schützen ausgerichtet wird.

1924

Der 1. Schützenmeister Engelhardt und die meisten Ausschussmitglieder stellen sich nicht mehr zur Wahl. Zum 1. Schützenmeister wird Karl Hirschheider gewählt, 2. wird Georg Seebauer, Kassier Hans Stopfer, Schriftführer Anton Jäger, weitere Ausschussmitglieder: Heinrich Engelhardt, Baptist Moser und Willy Schreyer. Als Materialverwalter wird Rudolf Jöhl, als Wirtschaftsführer Nikolaus Schmidt und als Fähnrich Friedl gewählt.
Vom 24. Mai ? 1. Juni Beteiligung in Hirschau beim Schießen anlässlich der Fahnenweihe. Nach dem Gauschießen vom 7. ? 9. Juni findet an Fronleichnam ein Vortelschießen statt. Am 6. Juli ist ein Doppelhochzeitsschießen und am 19. ?28. Juli die Teilnahme am Gauschießen in Neumarkt. End- und Königsschießen ist am 12. Oktober.

1925

Bei der Generalversammlung im Januar werden die Schützenmeisterämter neu besetzt mit Hans Stopfer und Wolfgang Meisl. Bei der außerordentlichen Generalversammlung im Hotel Kloster am 23. April steht die Frage der Sanierung oder Neubau der Schießstätte zur Diskussion. Der Ausschuss für den Schießstättenneubau wird beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten. Am 22. Juni empfiehlt dieser den Umbau der alten Schießstätte sowie den Neubau eines Pistolenstandes.

1926

Am 9. Januar findet eine Faschingsunterhaltung gemeinsam mit den Klosterschützen statt. Das Schwandorfer Tagblatt berichtet am 5. Mai von der außerordentlichen Generalversammlung. Die hochverdienten Mitglieder Georg Seebauer, Heinrich Engelhardt und Dionys Jobst werden zu Ehrenmitgliedern ernannt. "Die Gesellschaft ist an einem historischen Wendepunkt insofern angelangt, als das seit dem Jahr 1897 gepflogene Feuerschießen auf der jetzigen Schießanlage eingestellt werden musste." Der Umbau der alten Anlage zum Kleinkaliberstand ist fertig. Um auch in Zukunft das Feuerschießen zu ermöglichen, wird in der Nähe der alten Anlage ein geeignetes Gebäude erworben. Der Bau der Anlage kann beginnen. Am 9. Mai wird der Kleinkaliberstand eröffnet. Am Oberpfälzer Bundesschießen vom 27. ? 30. Juni in Regensburg nehmen Feuerschützen teil und im Oktober wird das Endschießen mit großer Beteiligung durchgeführt.

1927

Die Schützenmeister Stopfer und Meiller werden am 6. Januar von der Generalversammlung bestätigt. Beim 18. Deutschen Bundesschießen im Juli in München erreichte Ehrenschützenmeister Söllner unter 4500 Schützen auf der Kleinkaliberpunktscheibe den 4. Preis. Bei der am 6. März stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung wird die neue Feuerschießanlage am Weinberg besichtigt. Dort wird vom 10. ? 12. September das große Eröffnungspreisschießen abgehalten. Das Schwandorfer Tagblatt schreibt dazu:
... Außer den beiden Schützenmeistern sei es vor allem Herr Stadtbaumeister Engelhardt gewesen, der unermüdlich tätig war und einen kostenlosen Entwurf der neuen Feuerschießstätte anfertigte, was manche harte Nuss zu knacken gab. Dank gebühre dem Grundbesitzer Herrn Buchmann, der das Gelände unentgeltlich auf 99 Jahre zur Verfügung stellte. (Das selbe trifft auch auf Herrn Ehrenschützenmeister Söllner zu, der ebenfalls das betr. Grundstück unentgeltlich abtrat.) Die Brauerei Schmidt hat es sich angelegen sein lassen, unentgeltlich für Fuhrwerksleistung zu sorgen. Der Reichsbahnrat Hohenberger stellte entgegenkommender Weise Schwellen zur Verfügung. Fa. Gebr. Donhauser sorgte für kostenlose Beschaffung von Baumaterialien. Unermüdlich waren die beiden Bäckerburschen des Herrn Ehrenschützenmeisters, die täglich am Baue mit Hand anlegten, ferner die Brüder Herrmann, welche mit großem Fleiße gearbeitet haben. ... Der Sonntag zeigte ein gar freundliches Gesicht und machte die Witterungstradition der Schwandorfer Schützenfeste zuschanden. Ein Weckruf rief die Schützengilde aus den Federn. Um halb 11 Uhr wurde der Schützenkönig Herr Alois Melzner feierlich abgeholt und ins Schützenlokal Kloster geleitet. Nach altem schönem Brauch zogen die Schützen mit Fahne zum Vereinsgottesdienst in die Stadtpfarrkirche. Nach dem Mittagstisch in der Brauerei Schmidt formierte sich ein Zug, der sich unter Vorantritt einer Schar Kinder mit den seidenen Preisfahnen und der Schützenkapelle zur neuen Schießstätte bewegte. Dortselbst angelangt intonierte die Musik das "Deutschlandlied". Herr 1. Schützenmeister gab in seiner Eröffnungsrede seiner Freude Ausdruck ... Herr 2. Bürgermeister Wellnhofer sprach im Namen der Stadtgemeinde und des verhinderten Schützenkommissars Herrn rechtsk. 1. Bürgermeister Lampart der priv. FSG herzlichen Glückwunsch und Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit im Dienste der edlen Sache aus und schloss mit einem kräftigen "Schützen-Heil". ... Sodann öffnete die Schießstätte ihre Pforten und konnte alsbald das Schießen mit einem Ehrenschuss des Herrn Ehrenschützenmeisters begonnen werden. Unaufhörlich knallten die Büchsen bis zur eintretenden Dunkelheit. Die Beteiligung der auswärtigen Schützen war sehr gut. Auf der alten Schießstätte fand ein Kleinkaliberpreisschießen statt. ... So ist der Tag der Einweihung zu einem Stück Geschichte der Schwandorfer Feuerschützengesellschaft geworden. ...

1929

Bei der Generalversammlung im März übernehmen neue Gesichter die Schützenmeisterämter: Josef Deml und Hans Bauer. Auch im Schützenwesen machen sich die neuen Töne der damaligen Zeit breit. Am besten veranschaulicht dies ein Bericht aus dem Schwandorfer Tagblatt vom 4. Mai:
Nachdem uns der lange Winter nun endlich den Rücken gekehrt hat, kommt an uns Schützen wieder der Ruf: "Auf zur Schießstätte". Um das neue Schießjahr zu eröffnen, hält die FSG am Sonntag ab 3 Uhr nachm. ihr Anfangsschießen ab. ... Die Schießbahn selbst hat durch die Opferwilligkeit unseres neuen Vorstandes Herrn Deml eine weitere Anlage für das Kleinkaliberschießen erhalten. Es ist nun möglich, nebeneinander Feuer- und KK-Schießen zu pflegen, ohne das beide Teile gestört werden. ... Das Schießen mit den KK-Gewehren, das eine Schulung für das Wehrmachtsgewehr ist, wurde bisher in Schwandorf sehr wenig gepflegt (von der Jugend gar nicht). Diesem abzuhelfen und das Versäumte nachzuholen, hat die Gesellschaft nunmehr das KK-Schießen für Jungmannen in ihr Programm aufgenommen (Gewehre stehen kostenlos zur Verfügung). Alle Eltern und Meister sollten ihre Söhne und Lehrlinge und nicht zuletzt alle vaterländisch gesinnten Verbände und Vereine ihre Jungmannen aufmuntern, sich dem edelsten Sport zu widmen. Nur wenn sich alles an diesem Sport beteiligt, wird wieder ein Block im deutschen Volk gebildet ... zugleich im Interesse des gesamten deutschen Schützenwesens und damit zum Heile unseres lieben deutschen Vaterlandes. ? "Sport ist Kampf und Kampf ist Sieg!"
Bei der Gaumeisterschaft am 9. Juni in Regensburg nehmen die Schwandorfer Schützen mit guten Erfolgen teil. Im August beteiligt man sich beim Oberpfälzer Bundesschießen in Bruck und im Oktober findet das End- und Königsschießen statt. Das Saisonschießen gewann mit einem 807 Teiler Ostertag, 2. wurde Dr. Lehner (1007 Teiler) und auf den weiteren Plätzen folgten Kranz, Deml, Söllner, Humbs, Engelhardt, Reuther, Brunner und Spitzner. Schützenkönig wurde Dr. Lehner aus Burglengenfeld und das Hauptschießen gewann Alois Melzner kanpp mit einem 330 Teiler vor Dr. Lehner (343 Teiler).

1930

Die Gesellschaft besteht aus 78 aktiven, 79 passiven, 1 Ehrenschützenmeister und 6 Ehrenmitgliedern. Das Schützenmeisteramt liegt weiterhin bei den Herren Deml und Bauer. Zum 60. Geburtstag des Herrn Ehrenschützenmeisters Josef Söllner wird am 16. Juni ein Festabend veranstaltet und vier Tage später findet ein Jubiläumsfestschießen statt, bei dem auf Glücksscheibe Hans Bauer gewinnt, zweite Preise gehen an H. Brunner und O. Pfitzner.
Hans Bauer gelingt der bisher größte sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte. Im Tagblatt ist am 6. August zu lesen:
Auf dem 19. Deutschen Bundesschießen in Köln, das am 3. August zu Ende ging, konnte der bekannte Schwandorfer Schütze, Zollobersekretär Hans Bauer, bei einer Konkurrenz von über 3000 Schützen hervorragende Erfolge erreichen. Auf der Wehrmannsscheibe in drei Stellungen (175 m, 20 kreisige Scheibe) erwarb er sich mit 228 Kreisen den silbernen Lorbeerkranz, auf der Einzelserie erzielte er mit 5 Schuss 85 Kreise. Weiter erwarb er sich auf der Kleinkaliberscheibe ebenfalls in drei Stellungen (50 m, 12 kreisige Scheibe) mit 166 Ringen den goldenen Lorbeerkranz mit Schleife "Meisterschütze des 19. Deutschen Bundesschießens". Auf der Einzelserie erzielte er mit 5 Schuss ein Resultat von 12, 12, 10, 12, 12 mit dem er an 4. Stelle steht. Auf Stand 175 m und Feld 300 m hatte er weitere sehr gute Serienkarten zu 30 Schuss zu verzeichnen. Dem wackeren Schwandorfer Meisterschützen, der die Stadt Schwandorf so ehrenvoll vertrat, die besten Glückwünsche.

1932

Vorstandschaft der Gesellschaft seit 1931: Schützenmeister ist der Fabrikant Josef Deml sen., sein Stellvertreter Hafnermeister Fritz Gebhardt, Schriftführer und Ehrenmitglied Stadtbauamtmann Heinrich Engelhardt und Kassier Finanzamtmann Albert Pirtsch. Ehrenschützenmeister Josef Söllner ist am 13. Februar 1932 um 11:30 Uhr verstorben. Die Gesellschaft Kloster zahlt die Musik für das Heimwärtsspielen vom Friedhof bis zur Stadt und eine Hl. Messe. Die KK-Abteilung der Feuerschützen bringt auf ihre Kosten eine Marmortafel auf der alten Schießstätte an.
Auf der neuen Schießstätte am Weinberg wird aus unbekanntem Grund der Schießbetrieb auf 175 m eingestellt. Zur Hebung des Wirtschaftsbetriebes werden die KK-Stände auf die alte Schießstätte verlegt. Dem Heimatschutz wird genehmigt, auf beiden Schießstätten zu schießen (Haftpflicht selbst). Ein Endschießen wird wegen der schlechten Wirtschaftslage nicht abgehalten.
In einer Generalversammlung am 20. Mai wird ein Gerücht beseitigt, welches besagt, der vordere Garten der Schießstätte sei nur deshalb an Stöger verkauft worden, um mit dem Geld eine Fahne anzuschaffen. Sie wurde im Jahre 1908 aus den Geldmitteln der Mitglieder, die eine Sammlung veranstalteten, gekauft.

1933

In einem Schreiben teilt die Stadt Schwandorf mit, dass zum Zwecke der Notstandsarbeiten der Ausbau der Weinbergstr. (Wackersdorfer Str./Ludergraben zum Weinberg) durchgeführt wird. Die Grundstücksanlieger werden zu einem gewissen Teil zur Zahlung der Sozialversicherung für die Arbeiter herangezogen. Durch die miserable wirtschaftliche Lage können die Schützen keinen finanziellen Beitrag leisten. Sie stellen deshalb dafür unentgeltlich den nötigen Grund zur Verfügung.
Die Gesellschaft hat 79 Mitglieder. Um seine Zuverlässigkeit als 1. Schützenmeister unter Beweis zu stellen, wird Josef Deml die Mitgliedschaft zur NSDAP angetragen (Er wird nicht Mitglied). Seine Zuverlässigkeit wird von Schützenbrüdern bestätigt. Komm. 1. Bürgermeister der Stadt Schwandorf, Fürst, berichtet (muss) am 3. August an den Beauftragten des Reichssportführers der Bayerischen Staatsregierung: Es gibt 4 KK-Schießgruppen in Schwandorf: KK-Abteilung der Feuerschützen Schwandorf mit Übungsplatz Alte Schießstätte, KK-Abteilung des Turnvereins Schwandorf mit Übungsplatz Turnhalle, Stahlhelm mit Übungsplatz der Villa Reichardt und den Jung-Bayern-Ring, der aufgelöst wird, mit Übungsplatz neu errichtete KK-Schießanlage in Fronberg, die aber durch die Auflösung nicht benutzt wird.
Am 10. Oktober tritt Rechtsanwalt Dr. Ruhland die Nachfolge von Bürgermeister Dr. Schweigert als Schützenkommissar an. Die einschneidenden Maßnahmen des Nationalsozialismus machen sich bemerkbar. Im Zuge der "Gleichschaltung der Vereine" wird die Einheitssatzung einstimmig angenommen und aus dem Schützenmeister wird der Vereinsführer.

1934

In einer Ausschusssitzung vom 5. März ersucht 1. Schützenmeister Deml sämtliche Anwesenden um Unterstützung zur Beaufsichtigung der Einrichtungsgegenstände der beiden Schießstätten, damit sie nicht fortwährend gestohlen werden. Die angeregte Mitgliederwerbung durch Gausportleiter Sack, die zu keinem Erfolg geführt hat, wird von Deml wie folgt erklärt: "Viele der jungen Leute haben am Schießsport kein Interesse. Im Sinn haben sie ein Motorrad mit einer pfundigen Soziusfahrerin."

1936

Die wirtschftliche Lage verschlechtert sich zusehends, die Einnahmen decken nicht mal mehr die Ausgaben. Die Mitglieder werden immer weniger. Auch ein Werbeschießen bringt keinen Erfolg. Oberzieler Josef Bendl, Mauerer, ist im Alter von 55 Jahren am 24. September einem Herzanfall erlegen. Er hinterlässt 9 Kinder und galt als fleißiger und arbeitssamer Mann. Er war seit über 30 Jahren Oberzieler bei den Feuerschützen und Schützenwirt auf der Alten Schießstätte. Einigungsgespräche der drei hiesigen Gesellschaften, Tell-, Kloster- und Feuerschützen führen zu keinem Ergebnis, da die Zimmerstutzenschützengesellschaft Tell ihren Namen nicht aufgeben will.

1937

Die Talfahrt der Feuerschützen nimmt eine Wende, die Mitgliederzahl steigt auf 90 an. Der Vorwurf, die Gesellschaft schlafe, darf nicht wieder erfolgen. Hauptlehrer Josef Bäumler wird am 10. Juli zum 2. Schützenmeister gewählt. Am 19. Oktober wird im Weißbrauhaus Mehrl anlässlich eines Kameradschaftsabends eine Schützengemeinschaft gegründet, bestehend aus den Tellschützen, Reichsbahn KK, Klosterschützen und Feuerschützen. Unterkreisführer Kellner hält eine begeisternde Ansprache und Kamerad Josef Deml wird als Vorsitzender bestimmt.

1938

Die Neue Schießstätte wird an die Reichsbahn verkauft. Nach der Rückzahlung einer Hypothek verbleibt vom Schießstättenverkauf ein Restbetrag von 6.000,-- RM. Die Alte Schießstätte soll renoviert werden: Die Schießstände sind auf 10 Stück zu vermehren und der Schießstand ist mit einem dauerhaften festen Boden zu belegen, der Saal ist zu vergrößern, ein Vereinszimmer und ein Abort sind ebenso einzubauen.

1939

Für den Schützenball wird eine Musikkapelle der SA in zwei Abteilungen zu je acht Mann verpflichtet. Die Eintrittspreise für Mitglieder betrugen 1,-- RM und für Nichtmitglieder 1,50 RM. Kurze Hosen und Masken sind nicht zugelassen. Anzug für Herren und Damen beliebig, Schützen im Schützenanzug. Der Ball ist Ergebnis der Schützengemeinschaft. Die Einschnürung durch den Nationalsozialismus wird immer größer. Versammlungen und Sitzungen enden mit einem 3fachen "Sieg Heil" auf den Führer. Im September beginnt der 2. Weltkrieg.

1940

Infolge des Krieges wird keine Generalversammlung abgehalten. Die Genehmigung des Haushaltsvoranschlages wird bis Kriegsende zurückgestellt. Die Versammlung wählt am 15. Juni den durch Heeresaufträge stark beschäftigten Fabrikanten Josef Deml wieder zum Vereinsführer.

1944

In einem Dienstschreiben vom 21. September bittet der Lagermannschaftsführer v. K. L. V. Lager von Bonte auf dem Kreuzberg um Überlassung des Schießstandes gegen eine Gebühr von 1,50 RM. Zugunsten einer evakuierten Großfamilie wird die Beschlagnahme der Schießstätte vom Bürgermeister der Stadt Schwandorf bestätigt. Man beabsichtigt die Belegung der Schießstätte mit Kriegsgefangenen.

1945

Am 17. April morgens wird Schwandorf von einem britisch-kanadischen Bomberverband wegen des Eisenbahnknotenpunktes angegriffen. Innerhalb von nur 15 Minuten ging eine Bombenlast von 633 Tonnen auf die Stadt hernieder. Das Bahnhofsviertel sowie das Kreuzbergviertel und das Lindenviertel wurden weitgehend zerstört. Die Zahl der identifizierten Toten wird mit etwa 1250 angegeben. Eine genaue Zahl ließ sich nicht ermitteln, nachdem die Stadt kurz vor Zusammenbruch des Dritten Reiches voll von rückflutenden Soldaten, Flüchtlingen und evakuierten KZ-Häftlingen war, die nirgends registriert waren. Es steht sogar die Zahl von 2000 Opfern des Angriffs im Raum. 70 % der Gebäude wurden mehr oder weniger in Mitleidenschaft gezogen und nur etwa 20 % der Anwesen waren unversehrt geblieben. Schwandorf zählte damit zu den am schwersten vom Krieg gezeichneten Städten in Bayern.
Zerstört wurden ebenso beide Schießstätten, alt und neu; sowie beide Vereinsheime der Kloster- und Tellschützen, das Hotel Kloster und der Bayerische Hof. In beispielhafter Aufbauarbeit wurde innerhalb von 10 Jahren ein Großteil der zerstörten Gebäude wieder errichtet. Man sprach sogar von dem "Wunder von Schwandorf".

1949

Aufgrund der Militärregierung ist der private Waffenbesitz seit 1946 verboten. Vier Jahre nach Kriegsende, am 19. November, wird im Nebenzimmer des Hotels Kloster die Liquidation der Gesellschaft abgelehnt. Die privilegierte Feuerschützengesellschaft hat wieder als gesellschaftliche Vereinigung aufzuleben. Zum 1. Schützenmeister wird wieder Fabrikant Josef Deml bestimmt, 2. Schützenmeister ist Franz Laackman. Die Zeitverhältnisse lassen es noch nicht zu, über einen Zusammenschluss der Schützengesellschaften Beschluss zu fassen. Die Schützenketten der Feuer- und Klosterschützen werden bei Josef Deml aufbewahrt, ebenso die Teilermaschine beider Gesellschaften. Die Schützenkönigskette der Klosterschützen befindet sich noch bei Herrn Trautner. Die Fahnen der beiden Gesellschaften müssen bei Schützenbruder Wolfgang Meisl abgegeben werden. Er nimmt sie in treue Obhut, ebenso die Bundesfahne.

1953

Durch Unstimmigkeiten zwischen der Vereinsführung der Vereine und der Führungsspitze des OSB, der vor drei Jahren in Schwandorf wiedergegründet wurde, wechseln Anfang des Jahres neun Gesellschaften, Schwandorf inkl., zum Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) über. Es wird der Schützengau Oberpfalz-Mitte im BSSB mit Sitz in Schwandorf gegründet. 1. Gauschützenmeister wird Schleich (Tell), 2. wird Simon (12er Fronberg). Nach einem halben Jahr verstirbt der in Frankfurt geborene Kaufmann Schleich, sein Nachfolger heißt Heinrich Engelhardt.

1954

Die Gesellschaft hat 40 Mitglieder, davon drei Ehrenmitglieder. Um die Gemeinnützigkeit des Vereins nachzuweisen, muss eine Änderung der Satzung herbeigeführt werden. Bedingt durch die Satzungsänderung wird Oberbürgermeister Dr. Pichl Schützenkommissar. Auch wird ab 3. Juli wieder der Namenszusatz "königlich privilegiert" geführt. Der Namenszusatz "königlich" durfte während des Dritten Reiches nicht verwendet werden. Die Regierung der Oberpfalz bestätigt 1961 den Namenszusatz. Das Gesellschaftsleben ruht seit über 10 Jahren. In einem Schreiben wird berichtet: "Der Schießsport wird bis zum heutigen Tage im Juli 1954 nicht mehr ausgeübt. Vorher durch das Verbot der Amerikaner und später wollte man nicht mehr Luftgewehr schießen. Es werden zur Zeit auch keine Veranstaltungen abgehalten und kein Beitrag erhoben." Der Zimmerstutzenschützengesellschaft Kloster e. V. ergeht es nicht anders. Lediglich die Schützengesellschaft "Tell" übt den Schießsport seit 1949 mit dem Luftgewehr aus.
Am 14. Dezember verzeichnet der Oberpfälzer Schießsport einen Meilenstein: Der Gau Mitte des BSSB hat sich entschlossen ab 1. Januar 1955 wieder zum OSB zurückzukehren. Verbunden damit waren personelle Veränderungen in der OSB-Spitze.

1957

Da der Aufbau der Alten Schießstätte zu kostenintensiv ist, wird einstimmig der Verkauf beschlossen. Der Entschluss, die sog. "Stettnerwiese" hinter dem Schlachthof käuflich zu erwerben, wird fallengelassen. Es wird das Grundstück, genannt das "Pulverloch", wegen der Explosion im Jahr 1919 an der Wackersdorfer Str., ehemals Am Sand, gekauft. Die Aufnahme des aktiven Schießsports wird durch Beschluss der kgl. priv. Feuerschützengesellschaft vom 29. November angekündigt.

1958

Durch jahrzehntelange, immerwiederkehrende Verhandlungen vereinigen sich die Klosterschützen und die Feuerschützen. Das vorhandene Vermögen, wie Fahne, Schützenkette und Teilermaschine geht in das Eigentum der Vereinigte königlich privilegierte Feuerschützen- und Zimmerstutzenschützengesellschaft "Kloster" e. V. Schwandorf über. Die Klosterschützen verzichten auf ein eigenes Schützenmeisteramt. Bei der Vereinigung am 28. April wird Kurt Schäffer 1. Schützenmeister und Heinrich Engelhardt 2. Schützenmeister und Schriftführer.

1959

Ein neuer Anfang: Die Bauarbeiten der neuen Schießstätte an der Wackersdorfer Straße durch die Baufirma Max Sieber beginnen am 10. August. Der damalige 1. Schützenmeister, Zahnarzt Kurt Schäffer, gibt den Finanzierungsplan bekannt. Die Höhe der Bausumme beträgt 120.000,00 DM. Es soll so sparsam wie möglich gebaut werden. Um die Finanzierung des Schützenheimes zu verbessern, werden Bausteine zu je DM 5,-- / 10,-- / 50,-- / 100,-- ausgegeben. Der versprochene Erfolg bleibt allerdings aus. Trotzdem wird am Freitag, den 8. Oktober Richtfest gefeiert. Bei der am folgenden Tag stattfindenden Hebefeier im Hotel Kloster dankt 1. Schützenmeister Schäffer vor allem Schützenbruder Engelhardt, der sich restlos für den Bau einsetzt. Er war Planfertiger, Organisator und er gilt als "Vater des Ganzen". Erwähnenswert ist auch die freiwillige Arbeitsleistung der Freischützen und besonders die der Tellschützen.

1960

Der Mitgliederstand der Gesellschaft beträgt 43, davon ein Schützenkommissar, ein Ehrenschützenmeister, zwei Ehrenmitglieder, sowie 4 passive und 35 aktive Mitglieder. Das Schützenheim erhält am 5. Oktober um 16:00 Uhr die kirchliche Weihe. Es wird aber bereits am 30. September - 2. Oktober mit dem 7. Gauschießen zum ersten Mal geschossen. In echter Schützenweise, mit dem "3 x Gut Schuss" überreicht das Pächterehepaar Agnes und Toni Kernl Heinrich Engelhardt einen mit Bier gefüllten Humpen, der reihum gütlich tat. 1. Gauschützenmeister Georg Vogl dankt den Feuer- und Klosterschützen für deren Initiative zur Erstellung des neuen Heimes. Es soll Mittelpunkt großer Veranstaltungen, auch über den Gau hinaus, werden. Ein jahrzehntelanger Wunsch geht mit dem Bau des Schützenheimes für Heinrich Engelhardt in Erfüllung. Viele Hände und Köpfe waren am Werk, um es zu schaffen. Am 8. Oktober begeht die Gesellschaft mit der Einweihungsfeier des neuen Schützenheimes den wohl schönsten und denkwürdigsten Tag in Ihrer langen Geschichte. Die musikalischen Darbietungen der Schrammelmusik Habermeier finden viel Beifall.

1961

Im Alter von 72 Jahren, am 28. September, verstirbt Ehrenschützenmeister und Fabrikant Josef Deml. Den fetten Jahren folgen nun die mageren. In den Jahren 1961 und 1962 erfolgt die Ernüchterung. Es werden Rentabilitätsrechnungen aufgestellt. Durch eine Umorganisation in der Nutzung des Saales zwischen der Schützengesellschaft und des Pächters wird der finanzielle Ertrag für das Pächterehepaar Kernl verbessert.

1963

Ein krönender Abschluss ist zu verzeichnen. Die Feuerschützengesellschaft vereinigt sich mit der Schützengesellschaft "Tell". Ein langer Wunsch geht in Erfüllung. In der außerordentlichen Generalversammlung am 7. März wird der neue Name bekanntgegeben:

"Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Tell Schwandorf"