Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Tell Schwandorf

Chronik von 1963 bis heute

1963

In der außerordentlichen Generalversammlung am 7. März wird aufgrund des Zusammenschlusses der kgl. priv. Feuerschützengesellschaft mit der Schützengesellschaft "Tell" der neue Name "Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Tell Schwandorf" bekanntgegeben. Bei der stattfindenden Neuwahl wird Willi Sieber 1. Schützenmeister und Heinz Beier 2. Schützenmeister, beides ehemalige Tellschützen. Heinrich Engelhardt sen. wird Oberschützenmeister und Oberbürgermeister Dr. Josef Pichl Schützenkommissar. Am 22. Mai wird der Zusammenschluss in einer außerordentlichen Generalversammlung der Tellschützen bestätigt.

1965

Am 2. April händigt Oberschützenmeister Heinrich Engelhardt dem 1. Schützenmeister Willi Sieber die Schützenmeisterkette aus. Sie soll künftig bei Vereinsfeierlichkeiten getragen werden. Das 100-jährige Jubiläum, verbunden mit einem Schießen, findet vom 26. September - 10. Oktober im Schützenheim an der Wackersdorfer Straße statt. Ehrenprotektor Oberbürgermeister Dr. Pichl eröffnet das Schießen mit einem 79 Teiler, ein stolzer Auftakt. Mit 320 Teilnehmern aus 54 Vereinen gibt es einen krönenden Abschluss bei der Verteilung der errungenen Preise und Ehrengaben. 2 Jahre nach dem Zusammenschluss ist ein harmonischer Verein mit großer Schaffenskraft entstanden. Ein Schützenzimmer mit Luftgewehrstand, sowie eine Pistolen- und KK-Anlage werden errichtet.

1967

Die Pistolenanlage mit automatischer Scheibendrehanlage wird eingeweiht. Dank an den Pistolenreferenten Edwin Kindler für dessen Initiative. Bei den Bayerischen Meisterschaften des OSB erringen Elke Deml, Michael Stockerl, Georg Vogl und Karl-Heinz Bink vorderste Plätze. Elke Deml und Johann Held zeichnen sich als treffsichere Schützen aus.

1968

Wie bereits zwei Jahre zuvor wird dem 1. Schützenmeister Willi Sieber das Vertrauen durch Wiederwahl ausgesprochen, 2. Schützenmeister wird Heinz Diermeier. Im Mai wird erstmalig die Gaumeisterschaft mit Sportpistole durchgeführt. Sportpistolenreferent Edwin Kindler kann 72 Teilnehmer begrüßen. Kindler wird nach nur 2-jähriger Amtszeit von Johann Eiselbrecher abgelöst.
Vom 8. - 23. Juni begeht die Gesellschaft die 70-Jahrfeier des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB), verbunden mit der 70-Jahrfeier der Tellschützen. Schirmherr ist Ministerpräsident Dr. Alfons Goppel. Nach 10 Jahren Bewirtschaftung wird das Pächterehepaar Kernl von Ehepaar Teuber abgelöst.

1970

Im Versehrtenschießen qualifiziert sich Michael Stockerl für die Deutsche Meisterschaft in Wiesbaden und erringt den 5. Platz. Für die seit Jahren geplante 50m-KK-Anlage wird im November die notwendige Sprengung des Felsens durch den BGS Schwandorf durchgeführt. Die Bayerische Staatsregierung genehmigt die überarbeitete Satzung zum Erhalt des königlichen Privilegs. Wiederum verändert sich die Vorstandschaft: Willi Sieber wird als 1. Schützenmeister wiedergewählt, neuer 2. Schützenmeister wird Georg Vogl.

1973

Michael Stockerl wird im Versehrtenschießen Deutscher Vizemeister; die Gesellschaft würdigt seine sportlichen Leistungen. Das langjährige Ehrenmitglied und Oberbürgermeister a. D. Lorenz Sichler verstirbt. Die Mitgliederzahl ist steigend, sie beträgt 173 Mitglieder. Neben den Luftgewehr- und Jugendkönigen wird erstmals auch der Sportpistolenkönig ausgeschossen. Die ehemalige Königskette der Klosterschützen wird die neue Sportpistolenkette der FSG Tell; erster Sportpistolenkönig wird Friedrich Hoffmann.
Ein Höhepunkt im Vereinsleben ist das 25. Bundesschießen des OSB vom 8. ? 23. September in Schwandorf. Ausrichtender Verein ist die FSG Tell. Bei 1076 Teilnehmern werden 950 Geld- und Sachpreise mit einem Gesamtwert von 13.000,00 DM ausgegeben. Es sind 40 Schießstände am Krondorfer Anger (Volksfestplatz) aufgebaut, alle beleuchtet und vollautomatisch. Schirmherr ist wiederum Ministerpräsident Dr. Alfons Goppel.

1975

Der 1. Schützenmeister der FSG Tell, Willi Sieber, wird Präsident des OSB. Er wird für vier Jahre durch Neuwahl zum Oberschützenmeister gewählt. Georg Vogl wird 1. Schützenmeister und Hans Dieter Wider sein Stellvertreter. Jugendleiter Peter Bachert bringt durch sein außerordentliches und jahrelanges Engagement in Sachen Jugendarbeit die FSG Tell mit 90 Jugendlichen an die Spitze im OSB. Er ist wie ein Vater zu den Jugendlichen. Für seine großen Verdienste um das Schützenwesen werden ihm und seiner Frau Maria besonderer Dank ausgesprochen.

1977

Die Jugend der FSG Tell ist in der Oberpfalz an 1. Stelle. Mit 24 Teilnehmern am Fernrundenwettkampf sind in den Einzelwertungen Erfolge zu verzeichnen. Die Generalversammlung am 26. November mit Neuwahl bringt folgendes Ergebnis: Georg Vogl wird als 1. und Hans Dieter Wider als 2. Schützenmeister bestätigt, Peter Willeke wird 3. Schützenmeister. Zu neuen Ehrenmitgliedern werden Georg Schwab, Hans Rebler und Kurt Schäffer ernannt. Die Zahl der Mitglieder in der Gesellschaft ist steigend und die Pistolenabteilung (Feuerwaffen) ist die mitgliederstärkste Gruppe.

1978

Erstmals wird in den Räumen des Schützenheims eine Sachkundeprüfung für die Handhabung von Feuerwaffen abgehalten. Es erfolgt eine praktische und mündliche Prüfung. Der Prüfungsausschuss besteht aus Herrn Werner vom Landratsamt Schwandorf, Herrn Leibl (Waffentechnik), PHK Haas und POR i. BGS Piper für Notwehr und Notstandsrecht.
Am 4. April verstirbt Ehrenmitglied Stadtbauamtmann a. D. Heinrich Engelhardt. Er war Jahrzehnte 1. Schützenmeister der Klosterschützen, Schriftführer und 2. Schützenmeister der Feuerschützen und die führende Figur bei der Erbauung des Schützenheimes 1960 an der Wackersdorfer Straße. Die Jugendlichen Peter Leibl und Alfred Willeke schießen aufgrund ihrer guten Leistungen in der Oberpfalzauswahl.
Durch die immer größer werdende Aktivität der Pistolen- und KK-Abteilung wird der Wunsch nach dem Bau einer überdachten Pistolen- und KK-Anlage immer stärker. Um den Bau verwirklichen zu können, müssen die durch die im Jahre 1919 stattgefundene Explosion des Munitionslagers herabgefallenen Sandmassen an der Friedhofseite beseitigt werden. Die Zeit ist günstig; beim Autobahnbau Schwandorf ist man froh, Auffüllmaterial zu bekommen. Der erste Schritt zum Bau der geplanten Anlage ist geschafft. Pläne für die überdachte Pistolenanlage werden vorbereitet.
Am 9. Dezember wird Altoberbürgermeister Dr. Pichl Ehrenmitglied. OB Hans Kraus tritt an seine Stelle und wird Schützenkommissar. Ein Jahr später verstirbt Ehrenmitglied Josef Trautner. Er ist derjenige Schütze, der die Königsketten der Feuer- und Klosterschützen in zerlegtem Zustand während der Kriegswirren des II. Weltkrieges aufbewahrte.

1981

Während die Sportpistolenabteilung große Aktivitäten verzeichnet, befinden sich die Kleinkaliberschützen in der Stagnation. Bei den Neuwahlen wird Georg Vogl 1. Schützenmeister, Peter Bachert 2. Schützenmeister und Peter Willeke 3. Schützenmeister. Oberschützenmeister Willi Sieber wird Ehrenschützenmeister. Ein arbeitsreiches Jahr geht zu Ende. Der Anbau eines neuen Nebenzimmers und die Erweiterung der Toilettenanlagen finden ihren Abschluss. Klaus Kutz, OSB-Vizepräsident, wird beauftragt, einen Plan für die überdachte Schießanlage zu erstellen. Ein Jahr später verzeichnet die Gesellschaft einen Mitgliederhöchststand mit 248 Mitgliedern.

1983

Dieses Jahr wird überschattet durch das plötzliche Ableben des 57 Jahre alten OSB-Präsidenten und Ehrenschützenmeister unserer Gesellschaft, Willi Sieber. Die Schützen haben in Willi Sieber einen guten Freund verloren. Sein letzter Wille ist die Anbringung des OSB-Ehrenringes an die Schützenmeisterkette der FSG Tell. Ebenfalls verstirbt Ehrenmitglied Hans Rebler, der seit 1936 Mitglied der Gesellschaft war.
In all den Jahren kommt natürlich auch das gesellschaftliche Leben nicht zu kurz. Zum alljährlich wiederkehrenden Bestandteil gehören Weihnachtsfeier, Faschingskranzl, Aschermittwochschießen, Osterschießen, Vortelschießen und Vereinsausflüge wie Städtereisen und Wanderungen. Höhepunkt eines jeden Schießjahres ist die Königsproklamation, meist verbunden mit einem Schützenfest.

1984

Am 24. März erneuert Tell Dachelhofen mit dem traditionellen Patenbitten die seit 1952 bestehende Patenschaft zwischen den Vereinen. Bei der Generalversammlung im November wird 1. Schützenmeister Georg Vogl in seinem Amt bestätigt, Heinrich Schneid wird 2. Schützenmeister und Hans Winter 3. Schützenmeister.

1985

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Schützenheimes findet am 26. Oktober ein Festabend mit Preisverteilung statt, bei dem der 1. Schützenmeister Georg Vogl einen kurzen Abriss der vergangenen 25 Jahre zeigt. Eine Festschrift "25 Jahre Schützenheim" wird zur Erinnerung erstellt. Das Schützenheim ist nicht nur Stätte der Schützen geworden, sondern auch Heimstätte für viele Gruppen und Vereine. Durch ein gemeinsam durchgeführtes Schießen wird diese Verbundenheit gezeigt. Es beteiligen sich 7 Damen- und 14 Herrenmannschaften. Im Februar verstirbt Michael Stockerl. Er war über Jahre hinweg Schießleiter, Jugendleiter, Chronist und Gauschützenmeister.

1986

Die Überdachung der Pistolensportanlage nimmt Formen an. Am 14. Juli findet die erste Baubesprechung und Planung durch Klaus Kutz statt. Mit der Vorlage der endgültigen Baupläne am 26. September wird eine vorläufige Gesamtbausumme von 460.000,00 DM genannt.

1987

Im März wird ein Vergnügungsausschuss mit den Mitgliedern Johann Eiselbrecher, Friedrich Hoffmann, Irmgard Schneid, Inge Sieber, Hans Dieter Wider und Regina Winter gebildet. Der Vergnügungsausschuss organisiert gesellschaftliche Veranstaltungen, die zur starken Stütze des Zusammenhalts der Gesellschaft werden.
Bei der Generalversammlung am 13. Novemeber erklärt 1. Schützenmeister Georg Vogl, dass er aus Altersgründen nicht mehr kandidieren möchte. Er blickt auf 28 Jahre im Schützenmeisteramt und 8 Jahre Ausschussmitgliedschaft zurück. Er erklärt sich aber bereit, als "Baubeauftragter" weiterhin der Gesellschaft zur Verfügung zu stehen. Seine Verdienste um die Gesellschaft sind außerordentlich. Er erfährt deshalb Ehrungen durch den OSB, Gau Schwandorf, Oberbürgermeister Hans Kraus und der FSG Tell. An die Spitze der Gesellschaft wird erstmalig eine Frau gewählt, Inge Sieber wird 1. Schützenmeisterin, Hans Winter wird 2. Schützenmeister und Hans Dieter Wider 3. Schützenmeister.

1988

Die Genehmigung zum Bau der Pistolenhalle ist erteilt. Erste Gespräche über die 125-Jahrfeier mit Standeröffnung werden geführt. Das Willi-Sieber-Gedächtnisschießen wird nach 5-jähriger Laufzeit beendet. In der Jahreshauptversammlung am 11. November wird bekanntgegeben, dass erstmalig im Verein mit Schwarzpulver geschossen wird. Obmann der Schwarzpulverabteilung ist Rudolf Schweiger. Bereits im ersten Jahr ist das Schwarzpulverschießen ein voller Erfolg, da im OSB-Rundenwettkampf der 1. Platz erreicht werden kann. Weiterhin wird den Vereinsmitgliedern für die Renovierung des Schützenzimmers gedankt und Irmgard Schneid stellt die neu angeschaffte Schützenlieslkette vor. Peter Bachert wird Ehrenmitglied und Georg Vogl Ehrenschützenmeister.

1989

Der Rückbau der offenen KK Schießstände 25 m und 50 m beginnt. Im September ist der Rohbau der Pistolenhalle mit 2000 freiwilligen Arbeitsstunden fertiggestellt und es wird das Richtfest zusammen mit Oberbürgermeister Hans Kraus, Ehrenschützenmeister Georg Vogl, der Vorstandschaft und zahlreichen Mitgliedern gefeiert. Der Baubeauftragte Georg Vogl spricht den Richtspruch: "Bauen ist schwer, erhalten noch mehr. Lasset uns am Alten, so gut es ist halten, aber auf dem alten Grund Neues bauen jede Stund."

1990

Im Mai erfolgt wieder ein Pächterwechsel im Schützenheim. Es verabschieden sich Hans und Anni Kopf, das neue Pächterehepaar sind Maria und Alfred Neff. Der Pächterwechsel wird zur Totalrenovierung der Küche mit neuem Boden, Küchengeräten und Möbeln genutzt. Die Erneuerung der elektrischen Zuleitungen und die Anpassung der Heizung an den Stand der Technik wird vorgenommen.
Ferdinand Stipberger erringt bei den Deutschen Meisterschaften im KK-Dreistellungskampf den 33. Platz von 87 Teilnehmern. Bei der Europameisterschaftsqualifikation mit dem Luftgewehr in Frankfurt/Schwanheim belegt er von 28 Starter den 13. Platz.
Im September, anlässlich des Delegiertentages in Wernberg, erhält Georg Vogl das Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbundes in Gold. Ehrenmitglied Peter Bachert verstirbt 65-jährig am 5. Oktober an seiner heimtückischen Krankheit. Mit Leib und Seele war er Schütze. Er war ein Gönner des Schützenwesens und besonders lag ihm die Jugend am Herzen. Es ist dies ein großer Verlust für die Gesellschaft.

1991

Dieses Jahr ist wie das vorherige ausgefüllt mit Arbeitseinsätzen zur Fertigstellung der Pistolenhalle sowie Bauausschuss- und Festausschusssitzungen für die 125-Jahrfeier vom 23. - 25. August, verbunden mit einem Eröffnungsschießen vom 10. - 21. August. Da die offenen Schießstände abgebaut waren, konnten in diesem Jahr keine Rundenwettkämpfe und Meisterschaften durchgeführt werden.
Das 125-jährige Jubiläum ist wohl das größte Ereignis, das bei unserem Verein jemals stattfand. Die Feierlichkeiten beginnen am Freitag mit dem Kommersabend. Regierungspräsident Karl Krampol überreicht die Verleihungsurkunde des Bundespräsidenten mit der Bundessportplakette, die unsere 1. Schützenmeisterin Inge Sieber entgegennimmt. Weitere Vertreter des Landkreises, der Stadt, des OSB, der Patenvereine und die 21 im Schützenheim beheimateten Vereine gratulieren dem Verein zum Jubiläum und zur neuen Pistolenhalle. Am Samstag beteiligen sich 33 Vereine mit ihren Fahnen beim Festzug zum Kriegerdenkmal und zum Kreuzberg. Nach dem Kirchenzug folgt die Preisverteilung des Jubiläumsschießens. Der Tag der offenen Tür am Sonntag verbunden mit einer Waffenschau bewirken ein großes Interesse in der Bevölkerung. An allen Tagen findet Festzeltbetrieb statt.
Am 24. August um 16:00 Uhr, mit der Einweihung der Pistolenhalle und dem Prominentenschuss, wird das größte und ehrgeizigste Unterfangen in der 125-jährigen Geschichte der kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Tell ihrer Bestimmung übergeben. Ehrenschützenmeister Georg Vogl, Baubeauftragter der Pistolenhalle, war nicht nur "Macher", sondern auch "Beschaffer". Die Abwicklung der Finanzierung und die Verhandlungen mit den Behörden (Regierung, Landratsamt und Stadtverwaltung) waren alltägliche Arbeit für ihn. Die Pistolenhalle wurde von der Firma Sieber gebaut. Die Baukosten betrugen 450.000,00 DM, an Sachspenden wurden 46.000,00 DM erbracht und über 6500 Arbeitsstunden wurden geleistet. Organisator für die vielen notwendigen Arbeitseinsätze war der unermüdliche Johann Eiselbrecher, unter Freunden genannt "Eisenhans". Dem Engagement beider Schützenbrüder und ihren vielen freiwilligen Helfern ist es zu verdanken, dass der Bau der Schießhalle in relativ kurzer Zeit und ohne Unfall fertiggestellt wurde. Dazu gebührt ALLEN ein von Herzen kommendes "VERGELTS GOTT".

1992

Unser Jungschütze Bernhard Zwick leistet seinen Grundwehrdienst bei der Marine und segelt 8 Monate lang auf dem Segelschulschiff Gorch Fock um die ganze Welt. In der ersten Saison mit der neuen Pistolenhalle beginnen wieder die schießsportlichen Aktivitäten der Feuerwaffenschützen. Die Schwarzpulverschützen Josef Dirmeier, Rudolf Schweiger und Anton Wilhelm erringen bei den Landesmeisterschaften des OSB im Wettbewerb Perkusionspistole einen historischen Dreifachsieg und qualifizieren sich dadurch zur Deutschen Meisterschaft in Pforzheim.
Wegen neuer Schießstandvorschriften muss der LG-/LP-Schießstand umgebaut werden. Die Arbeiten werden im Frühjahr 1993 beendet. Aus bisher 8 werden 6 Stände mit mehr Platz für den jeweiligen Schützen, die Schießluken werden entfernt und der ganze Stand bekommt eine neue Ansicht.

1993

Da die Sportpistolenmannschaft bereits im ersten Jahr nach dem Neuanfang den Aufstieg schaffte, schießt die FSG Tell Schwandorf wieder in der Landesliga. Bei der Königsproklamation gibt es eine erfreuliche Überraschung, Ehrenschützenmeister Georg Vogl wird mit 72 Jahren nochmals Schützenkönig im Luftgewehrschießen. Die Neuwahl bei der Generalversammlung im November bringt keine Veränderung, Inge Sieber bleibt weiterhin 1. Schützenmeisterin und Hans Winter ihr Stellvertreter.

1994

Wegen zusätzlicher Sicherheitsbestimmungen beim Feuerwaffenschießen wird der Fußboden in der neuen Pistolenhalle ergänzt und gefliest. Im Saal des Schützenheims wird die Decke mit Beleuchtung neu gestaltet und der Fußboden versiegelt. Nur durch die vielen freiwilligen Arbeitseinsätze einiger Gesellschaftsmitglieder können diese Maßnahmen durchgeführt werden. Willi Sieber wird mit einem 22,9 Teiler Gaukönig in Luftgewehr und Markus Kiener wird Gaujugendkönig. Beim bereits traditionellem Schützenfest geht es wie alle Jahre davor wieder sehr zünftig zu. Christof Mikolas und Josef Beer unterhalten die Anwesenden mit Musik und die Jugend vergnügt sich am Lagerfeuer.

1995

In den neuen Disziplinen Gebrauchspistole/Gebrauchsrevolver finden erstmals Landesmeisterschaften statt. Bei den Wettkämpfen in Amberg erreichen die Schützen Franz Urbas und Michael Zilch vordere Plätze. Für die Pistolenabteilung der FSG Tell stellt dies den Beginn einer sehr erfolgreichen Zeit im Großkaliberschießen dar.
Vom 17. - 23. April findet bei der FSG Tell Schwandorf das Gaukönigsschießen statt, an dem sich 175 Schützen beteiligen. Gleich zwei Schützen der FSG Tell Schwandorf erringen die Gaukönigswürde, Karlheinz Bink mit dem Luftgewehr und Karl Mois mit der Luftpistole.
Beim Peter-Bachert-Gedächtnisschießen belegt die Mannschaft der FSG Tell den 2. Platz. Maria Bachert, die Witwe unseres Ehrenmitglieds, wird für ihre großzügigen Spenden zum Peter-Bachert-Gedächtnisschießen vom Gau Schwandorf geehrt. Bei der Jahreshauptversammlung wird die Peter-Bachert-Gedächtnisscheibe das letztemal vergeben. Auch der Wanderpokal, gestiftet von unserem Schützenheimwirt Alfred Neff, wird nach fünfmaligem Ausschießen das letztemal vergeben. Beim Endschießen unter den 5 Siegern gewinnt Karlheinz Bink den Pokal. Am 16. November treffen sich die ?Alten? der Sportschützenabteilung zu einem Freundschaftsschießen. Es nehmen 16 Schützen teil. Die ersten 3 Preise gehen an Rudolf Schweiger, Hans Winter und Karl Bösl.
Hans Winter verzichtet auf das Amt des zweiten Schützenmeisters, sein Nachfolger wird Heinz Przywara; Inge Sieber bleibt Schützenmeisterin der Gesellschaft.

1996

Am 12. Januar verstirbt Altoberbürgermeister, Ehrenbürger der Stadt Schwandorf und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Dr. Josef Pichl. Er war während seiner Amtszeit in den siebziger Jahren für viele Jahre der Schützenkommissar der FSG Tell. Beim Schützenfest am 26. Juli finden Königsproklamation und Preisverteilung der letzten Saison statt. Schützenkönigin in Luftgewehr wird Sandra Sieber und Schützenliesl Irmgard Schneid, Schützenkönig in Sportpistole wird Johann Eiselbrecher und der Jugendkönig heißt Markus Kiener.
Bei der Jahreshauptversammlung wird der bereits seit 1978 amtierende Schützenkommissar OB Hans Kraus für weitere 5 Jahre bestellt. Bei der Nikolausfeier werden Frieda Bierl und Maria Bachert zu Ehrenmitgliedern ernannt und unser Ehrenschützenmeister Georg Vogl wird am 21. Dezember, sein 75. Geburtstag, von Gauschützenmeister Wilfried Voit zum Ehrengauschützenmeister ernannt.
In der Pistolenabteilung vollzieht sich allmählich ein Generationswechsel. Da aus Altersgründen die meisten Mannschaftsmitglieder zurücktreten, wird die Sportpistolenmannschaft neu formiert. Der Altersdurchschnitt der Mannschaft wurde um fast 20 Jahre gesenkt.

1997

Unser traditionelles Schützenkranzl am Faschingssamstag findet wie immer breite Anerkennung. Unsere Schützenmeisterin Inge Sieber feiert am 21. Februar ihren 60. Geburtstag, bei dem sämtliche Zimmer ihrer Wohnung umfunktioniert werden, damit alle Geburtstagsgäste Platz finden.
Für unsere Luftpistolenkönige wird eine Schützenkette angeschafft. Als erster König darf sich auf der neuen Kette Karl Bachl eintragen. Der erst 14 Jahre alte Alexander Kralitschek wird Schützenkönig mit der Sportpistole und Jugendkönig, da es bei der Sportpistole keine Jugendwertung gibt. In Luftgewehr wird unser 2. Schützenmeister Heinz Przywara König und Schützenliesel wird Sandra Sieber.
Bei der Neuwahl wird die Vorstandschaft fast unverändert wiedergewählt, lediglich der 3. Schützenmeister Peter Leibl löst Karl Bachl ab. Die Gesellschaft besteht aus 219 Mitgliedern, davon 20 Jugendliche.
Mit vier Landesmeistertiteln verbessert die Telljugend ihre bisherigen Ergebnisse. Dabei sind Daniela Kralitschek und Alexander Kralitschek je zweimal erfolgreich. 82 Schützen aus 8 Vereinen nehmen bei der Stadtmeisterschaft teil, die in diesem Jahr bei FSG Tell durchgeführt wird. Dieter Pätzold, Georg Beer, Michael Zilch und Anton Wilhelm werden jeweils Stadtmeister. Ferdinand Stipberger wird in Zimmerstutzen Gaumeister, Bayerischer Meister und 5. bei der Deutschen Meisterschaft.

1998

Bei den Luftgewehrschützen, sowie an den gesellschaftlichen Abenden, ist leider ein leichter, aber ständiger Rückgang zu beobachten. Dafür nehmen die Aktivitäten der Pistolenabteilung immer mehr zu.
Im Großkaliberschießen wird Michael Zilch in Gebrauchsrevolver .44 Magnum Bayerischer Meister im OSB und er qualifiziert sich dadurch für die Deutsche Meisterschaft. Er ist der erste Großkaliberschütze der FSG Tell, dem dies gelingt. Bei der Deutschen Meisterschaft, die am Kugelfang in Amberg ausgetragen wird, erreicht er den 72. Platz. Ferdinand Stipberger wird auf der Deutschen 86. in der Disziplin Zimmerstutzen. Mit der Perkussionspistole erringt Anton Wilhelm bei der Bayerischen Meisterschaft des OSB den Meistertitel. Der OSB schreibt erstmals eine Landesmeisterschaft in den Disziplinen Unterhebelrepetiergewehr 50 m und 100 m aus.

1999

Wie in den letzten Jahren gibt es wieder ein Hl.-Drei-König-Schießen, ein Aschermittwoch-, Oster-, Kirchweih- und Nikolausschießen mit Brotzeit und schönen Preisen. Bei der Jahreshauptversammlung löst Heinz Przywara Inge Sieber ab, die das Schützenmeisteramt 12 Jahre innehatte. Neue Stellvertreter werden Peter Leibl und Hubert Kralitschek. Inge Sieber erhält die Verdienstauszeichnung in Gold.
Erstmals wird im OSB ein Rundenwettkampf Gebrauchspistole/-revolver ausgetragen. Insgesamt 21 Mannschaften kämpfen um die Landesligameisterschaft, die am Ende klar von der FSG Tell gewonnen wird. Die Pistolenabteilung ist mit 15 Schützen auf der Bayerischen Meisterschaft des OSB vertreten, wobei die KK-Mannschaft mit den Schützen Franz Armer, Helmut Kummetsteiner, Alfred Weindler und Michael Zilch den 1. Platz in Sportpistole und Standardpistole erreicht. Mit der Perkussionspistole werden Andrea Schmidt in der Damenklasse, Christian Schmidt in der Altersklasse sowie die Mannschaft mit Christian Schmidt, Friedrich Hoffmann und Josef Dirmeier in der Altersklasse Bayerische Meister im OSB. Von der Jugend sind Daniela Kralitschek und Martin Przywara bei der Deutschen Meisterschaft vertreten.
Unser Schützenbruder Ferdinand Stipberger wird mit der Deutschen Nationalmannschaft Weltmeister im Armbrustschießen. Kurze Zeit darauf holt er bei der Deutschen Meisterschaft jeweils Gold in KK-Sportgewehr und im Armbrustschießen im Einzel- und Mannschaftswettbewerb, sowie Silber mit der Mannschaft in KK-Sportgewehr. Leider erringt er diese Erfolge nicht für seinen Stammverein, sondern für Hubertus Knölling bzw. Edelweiß Teublitz.

2000

Der ?Oberpfälzer Schützentag? findet in Schwandorf statt. Auch hier ist der 28-jährige Schwandorfer Sportschütze Ferdinand Stipberger das Aushängeschild. In München Hochbrück wird er mit der Armbrust Deutscher Meister und im KK-Sportgewehr verbessert er den Deutschen Rekord um 7 Ringe und wird mit 591 Ringen in dieser Disziplin ebenfalls Deutscher Meister. Beim Ausscheidungsschießen in Suhl qualifiziert er sich mit dem Luftgewehr überraschend für die Olympischen Spiele in Sydney. Anlässlich seiner Qualifikation lädt Ferdinand Stipberger am 4. August zu einer großen Feier ein. Es kommen Freunde, Verwandte und viele Schützen. Nach den Spielen wird er von Oberbürgermeister Hans Kraus empfangen und darf sich als erster Schwandorfer Olympiateilnehmer ins Goldene Buch der Stadt eintragen.
Bei einem Benefiz-Schießen der OSB-Damen auf unserem Schießstand, zugunsten krebskranker Kinder, kommen 10.000,-- DM zusammen. Die neuen Könige bei der FSG Tell sind in Luftgewehr Stefan Mois, in Luftpistole Helmut Kummetsteiner, in der Jugendklasse Mathias Seidl und in der Sportpistole Alfred Weindler. Schützenliesel wird Gertraud Beer.
Von der Pistolenabteilung nehmen Michael Zilch, Alfred Weindler und Franz Urbas bei der Deutschen Meisterschaft in München teil. Michael Zilch erreicht in der Disziplin Gebrauchsrevolver .44 Magnum seine bisher beste Platzierung und wird 35. Alfred Weindler qualifizierte sich auch in der Disziplin Gebrauchspistole .45 ACP als Bayerischer Meister im OSB für die Deutsche Meisterschaft.

2001

Die Stadt Schwandorf ehrt ihre erfolgreichsten Sportler, mit dabei auch unsere Schützen/-innen Andrea Schmidt, Christian Schmidt, Rudolf Schweiger, Anton Wilhelm, Helmut Kummetsteiner, Franz Urbas, Alfred Weindler und Michael Zilch.
Zum Jubiläum für 40 Jahre Schützenheim und 10 Jahre Pistolenhalle findet vom 11. bis 15. Juli ein Jubiläumsschießen statt. Beim Prominentenschießen sind Thomas Neid von der Sparkasse, Brauereichef Wolfgang Rasel und OB Hans Kraus erfolgreich. Martin Heller von den Briefmarkenfreunden gewinnt das Festschießen und Franz Lanzl das Pistolenschießen. Beim Königsschießen beteiligen sich 24 Schützen. Willi Sieber wird König in Luftgewehr, Peter Leibl in Luftpistole, Michael Zilch in Sportpistole, Christian Blum wird Jugendkönig und Schützenliesel bleibt Gertraud Beer.
Mit 64 Jahren verstirbt unser hochgeschätzter Johann Eiselbrecher, er war u. a. maßgeblich am Bau der Pistolenhalle beteiligt. Die Neuwahl bei der Generalversammlung bringt nur eine Änderung, Michaela Sieber wird neue Schriftführerin. Unser Ehrenschütze- und Ehrengauschützenmeister Georg Vogl feiert am 21. Dezember seinen 80. Geburtstag im Saal unseres Schützenheims, der gerade noch für die vielen Gäste ausreicht.
Alfred Weindler wird in der Disziplin Zentralfeuerpistole Bayerischer Meister im OSB, ebenso mit der Mannschaft, die von den Schützen Helmut Kummetsteiner und Franz Urbas vervollständigt wird. Franz Armer wird zweifacher Bayerischer Meister im OSB in den Disziplinen Unterhebelrepetiergewehr 50m und 100m. Diese vier Schützen gewinnen zusammen mit Michael Zilch zum 3. Mal in Folge die Landesligameisterschaft im Rundenwettkampf Gebrauchspistolen-/revolver.

2002

Bei den Bayerischen Meisterschaften des OSB sind unsere Großkaliberschützen nicht zu schlagen, sie gewinnen alle Mannschaftswettbewerbe und auch den Sportpistolenmannschaftstitel. Im Einzel sind die Schützen Alfred Weindler und Michael Zilch ebenfalls sehr erfolgreich, sie holen Gold in Gebrauchsrevolver .357 Magnum bzw. in KK-Sportpistole. Auch wird von der Mannschaft der FSG Tell der Landesligameistertitel im Rundenwettkampf Gebrauchspistolen-/revolver zum 4. Mal in Folge gewonnen und im RWK Sportpistole wird die Mannschaft überraschend Vizelandesligameister. Aufgrund dieser vielen Erfolge wird die Mannschaft der FSG Tell mit den Schützen Franz Armer, Helmut Kummetsteiner, Franz Urbas, Alfred Weindler und Michael Zilch von den Lesern der Mittelbayerischen Zeitung zur Mannschaft des Jahres gewählt.
Am 30. Juni ist ein Abordnung zu Gast bei unserem Patenverein ?Wildschütz Irrenlohe?, die ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Im Gegenzug werden die ?Wildschützen? zu unserem Schützenfest im Juli eingeladen.
Aufgrund der Städtepartnerschaft mit der tschechischen Stadt Sokolov (Falkenau) wird die FSG Tell seitens der Stadt Schwandorf gebeten, Kontakte mit dem dortigen Polizeischießsportklub Sokolov aufzunehmen. Es erfolgt die erste Einladung zu einem Vergleichsschießen vom 5. ? 7. Juli in Sokolov, bei dem über 30 Teilnehmer aus Falkenau, Karlsbad, Eger, Saalfeld in Thüringen, Waldsassen und Schwandorf starten. Unsere Mannschaft mit Helmut Kummetsteiner, Franz Urbas und Michael Zilch belegt hinter der Heimmannschaft SSKP Sokolov den 2. Platz. Am 20. ? 21. Oktober kommt es zu einem Gegenbesuch in Schwandorf. Nach einem offiziellen Empfang im Rathaus durch OB Helmut Hey, geht es zur Stadtführung und anschließend zum Mittagessen ins Schützenheim. Beim Vergleichsschießen gewinnt unsere Mannschaft beide Disziplinen, in Sportpistole Einzel gewinnt Alfred Weindler und in GebPi/-Rev gewinnt Josef Sýs vom SSKP Sokolov.
Im September erfolgt der Webauftritt der Königl. priv. FSG Tell Schwandorf im Internet unter der Adresse www.fsg-tell-sad.de.